Der Steinduck Was ist ein Steindruck.
Der Steindruck wird auch Lithographie genannt. Dieser Begriff kommt aus dem Griechischen: Lithos bedeutet Stein, graphein heisst zeichnen.Im Gegensatz zum Hochdruck (z.B. Holzschnitt), wo die druckenden Stellen erhöht sind, und zum Tiefdruck (z.B. Kupferstich), wo die druckenden Stellen eingeätzt oder -geritzt sind, ist der Steindruck ein Flachdruckverfahren. Das heisst, die druckenden und nicht druckenden Stellen sind auf derselben Ebene. Dies war das älteste Verfahren für Farbdruck. Der Künstler zeichnet mit fetthaltigen Materialien ( Lithokreide, Lithotusche) direkt seitenverkehrt (!) auf den Stein. Dadurch werden die bezeichneten Stellen fettanziehend und wasserabstossend und nehmen, im Gegensatz zu den nicht bezeichneten Stellen, die Druckfarbe an.
Vom Stein wird direkt auf das Papier gedruckt.
Für jede Farbe muss der Künstler einen eigenen Stein zeichnen. Also für eine 4-farbige Lithographie braucht es 4 Druckdurchgänge. Entweder werden 4 Steine benötigt oder der Drucker präpariert nach jedem Druck den Stein neu. Das bedeutet auch, dass für jeden dieser Farbdruckdurchgänge das Blatt Papier genau ausgerichtet werden muss. Der beste Stein fürs Lithographieren ist übrigens der Kalkstein aus Solnhofen in Bayern. Ein besonderer Reiz des Steindruckes, kein Bild ist genau gleich wie das andere! |

Der Künstler (Giovanni Huber) und der ehemalige Steindrucker (Willi Steinauer) beim Begutachten des Drucks |